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Journalismus

Gerd Bucerius trat zeitlebens für die Freiheit des Wortes und für eine liberale Bürgergesellschaft ein. Seiner Stiftung gab er bei der Errichtung 1971 den Auftrag, sich für "die Förderung der Erziehung, insbesondere auf dem Gebiet der Presse (Zeitungen und Zeitschriften jeder demokratischen Richtung)" zu engagieren.


Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas
Qualität, Professionalität und Zivilcourage zeichnen die Journalisten aus, die den Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas erhalten. Die ZEIT-Stiftung verleiht ihn seit dem Jahr 2000 an jene, die in den Transformationsstaaten Osteuropas publizistisch für eine freie Presse, das freie Wort und die liberale Bürgergesellschaft eintreten. Seit 2004 vergibt die ZEIT-Stiftung den Pressepreis zusammen mit der norwegischen Institusjonen Fritt Ord, Oslo(*).

Die Lage der Medien in zahlreichen Staaten Osteuropas ist beunruhigend, dabei ist doch die Meinungsfreiheit der Gradmesser für die politische Kultur und Verfassung eines Landes. Der Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas und der Förderpreis der Institusjonen Fritt Ord Freie Presse Russlands soll die demokratische Presse in den Reformstaaten Osteuropas und den Aufbau einer unabhängigen Medienlandschaft stärken, vor allem aber jenen Journalisten Mut machen, die Repressalien und wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum Trotz die Wahrheit berichten, sich nicht von Zensur abschrecken lassen und der Selbstzensur widerstehen.

Jährlich können mehrere Preise an Zeitungen vergeben werden, davon mindestens einer an ein Medium in Russland. Außerdem wird zumeist ein Sonderpreis an Journalisten verliehen (die Preissumme beträgt 40.000 Euro, Sonderpreis 10.000 Euro).

(*) Die "Narvesen Kioskkompani" gründete die Institusjonen Fritt Ord - Freedom of Expression Foundation im Jahre 1974. Das wichtigste Ziel dieser Stiftung ist der Schutz und die Förderung der Redefreiheit und deren Rahmenbedingungen. Sie setzt sich für eine Kultur der lebendigen Debatte und den furchtlosen Gebrauch des freien Wortes ein mit den operativen Schwerpunkten: Information und öffentliche Debatte, Stipendien und Unterricht, Kunst und Kultur, Medien und Demokratie. Zu ihren Projekten gehören beispielsweise der Index on Censorship und "Artikel 19", London.
Weitere Informationen unter www.fritt-ord.no

Ein Video der Preisverleihung 2009 finden Sie unter www.fritt-ord.no

Preisträger und Ausschreibung: http://www.zeit-stiftung.de/home/index.php?id=126


Marion Gräfin Dönhoff-Programm
Dass junge begabte Journalisten aus osteuropäischen Ländern für zwei Monate in deutschen Medien arbeiten und Erfahrungen sammeln, und zugleich die deutschen Kollegen an deren Wirkungsstätte tätig werden - dieses Tandem-Modell praktiziert das Dönhoff-Stipendienprogramm. Deutschkundige Nachwuchsjournalisten etwa aus der Ukraine, Russland oder Georgien hospitieren in Köln, Berlin oder Hamburg, während russischsprechende junge Journalisten aus Deutschland bei Rundfunksendern und Zeitungen in Lemberg, Moskau oder Tiflis arbeiten. Die wechselseitigen "Gastjournalisten" aus Ost und West erleben die jeweilige Medienlandschaft, die Redaktionsaufenthalte bieten Austausch und persönliche Begegnungen über Grenzen hinweg.

Den Journalistenaustausch organisiert der Verein Internationale Journalisten-Programme, er ist benannt nach Marion Gräfin Dönhoff, deren journalistische Arbeit weithin gewirkt hat. Nähere Informationen unter www.ijp.org


Journalistenaustausch Deutschland – Südliches Afrika

Erfolgsnachrichten aus Afrika sind Mangelware, dabei gibt es mehr Positives zu berichten als die Medien glauben machen. Doch aus deren Sicht ist Afrika der Kontinent der Kriege, Katastrophen und Korruption, der Hungersnöte und Hiobsbotschaften, des Stillstands und des Scheiterns. Ziel des Internationalen Journalisten-Programms „Deutschland – Südliches Afrika“ ist es, Klischees zu überwinden und einen kritischen Dialog mit den Gesellschaften Afrikas anzustoßen. Junge Journalisten aus Deutschland haben die Chance, den afrikanischen Kontinent und die dortigen Arbeitsbedingungen zu erkunden, ihre afrikanischen Kollegen sind bei deutschen Medien zu Gast.

Der Verein Internationale Journalisten Programme (IJP) fördert den jährlichen Austausch von je sechs Journalisten aus Deutschland und den Staaten des südlichen Afrika. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten recherchieren sie im Gastland und berichten von dort an ihre Heimatredaktionen. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Bucerius unterstützt diese Initiative. Nähere Informationen unter: www.ijp.org


Fellowship am Center for European Studies der Harvard University
Jedes Jahr haben zwei deutsche Journalisten die Möglichkeit, einen Term am CES der Harvard University zu verbringen. Der Aufenthalt ist für die Stipendiaten nützlich, wird als anregend und fordernd erlebt. Neben den Begegnungen und Kontakten hat er einen hohen inhaltlichen und informationellen Wert. Die ZEIT-Stiftung sieht dieses Stipendienprogramm als Beitrag zur Förderung der transatlantischen Beziehungen, als wichtigen Baustein des aktiven Austausches zwischen wissenschaftlicher und journalistischer Sphäre.
Weitere Informationen über das Center for European Studies: Www.ces.fas.harvard.edu/index.html